Heft 1-2017 , Rubrik Titelthema

Freizeiten selbst auswerten

Die neue Online-Plattform i-EVAL ist gestartet

Von Wolfgang Ilg, Projektleitung Freizeitenevaluation

In punktum 2/2016 war es bereits angekündigt, nun ist die neue Online-Plattform einsatzbereit: Selbständig und kostenfrei kann jeder Veranstalter seine Freizeiten und internationalen Jugendbegegnungen durch die Teilnehmenden evaluieren lassen. Der Clou: Wenn die Jugendlichen ihre Bewertungen per Smartphone abgeben, entfällt das Abtippen der Antworten. Alle statistischen Daten werden vom System direkt ausgewertet. Ein neues Zeitalter in der Evaluation von Freizeiten beginnt!

Seit zehn Jahren gibt es bereits erprobte Fragebögen für Träger und Veranstalter zur selbständigen Auswertung, die an individuelle Bedarfe angepasst werden können. Beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag im März 2017 stellte das Projekt Freizeitenevaluation nun die neuen Möglichkeiten mit i-EVAL vor. Diese neue technische Grundlage gibt es sowohl für Kinder- und Jugendfreizeiten (www.i-eval-freizeiten.de) als auch für internationale Jugendbegegnungen (www.i-eval.eu, auf Deutsch, Französisch, Polnisch und Englisch).

Auf der Online-Plattform kann sich jede Organisation kostenfrei registrieren, die vorhandenen Fragebögen anpassen und die erhobenen Daten auswerten. Dabei ist neben dem Ausdruck von Papier-Fragebögen und deren manueller Erfassung in i-EVAL nun auch eine Online-Befragung möglich: Am Ende einer Fahrt erhalten die Jugendlichen einen Link zum Fragebogen und beantworten alle Fragen (Dauer ca. 15 Minuten) auf dem Computer, auf ihrem Smartphone oder jedem anderen internetfähigen Gerät. Optional werden bereits vor Beginn der Begegnung die Mitarbeitenden nach ihren Zielen gefragt (Dauer ebenfalls ca. 15 Minuten). Die Ergebnisse können direkt nach dem Ende der Befragung in Form von Tabellen, Grafiken und verschiedenen Exportmöglichkeiten ausgewertet werden. Organisationen, die viele Freizeiten oder Jugendbegegnungen durchführen, können die Ergebnisse mehrerer Fahrten gemeinsam auswerten und damit beispielsweise Jahresvergleiche erstellen. Das Verfahren stellt keine Kontrolle dar, es dient vielmehr der Qualitätsentwicklung der jeweiligen Begegnung und ermöglicht eine bessere Öffentlichkeitsarbeit für die internationalen Jugendbegegnungen.