Aufruf zum Jugendblock bei der Demo Erster Mai 2017

Start um 11 Uhr | U-Rödingsmarkt

Gemeinsamer Aufruf von AStA HCU, AStA UHH, DGB jugend Hamburg, DIDF-jugend Hamburg, Sozialistische Jugend Deutschlands – Falken Hamburg, Jusos Altona, Harburg und Wilhelmsburg, linksjugend ['solid] Hamburg, SAV Hamburg

Erster Mai ist rot. Erster Mai bleibt rot.

In Deutschland geht es nicht gerecht zu: Die Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich sind riesig und das Versprechen aus eigener Anstrengung heraus die eigene Lebenslage zu verbessern ist eine Illusion. Kinder und Jugendliche erben die prekäre Lebenslage und soziale Ausgrenzung ihrer Eltern und auch wenn sie eine Ausbildung finden, verdienen viele zu wenig, um ohne Hartz IV leben zu können.

Die Rechten nutzen diese soziale Ungerechtigkeit aus und bestimmen zunehmend die öffentliche Debatte mit ihrer Hetze gegen Migrant*innen. Aber nicht Menschen anderer Herkunft sind die Ursache dieser Ungerechtigkeit, sondern dass im Kapitalismus wenige zu viel und viele fast nichts haben. Um dies zu ändern, müssen wir uns gegen jene, die von diesen Verhältnissen profitieren, organisieren und für Frieden und eine solidarische Gesellschaft eintreten.
Deswegen: Komm zum Ersten Mai! Du meinst das bringt nichts? Doch! Denn es wäre nicht das erste Mal, dass wir mit gemeinsamen Kämpfen gesellschaftliche Fortschritte durchsetzen.
Dafür müssen wir sichtbar und hörbar sein für die, denen wir mit unseren Forderungen ein Dorn im Auge sind und für die, die sich uns anschließen.

Werdet aktiv! Organisiert euch in Betrieb, Stadtteil, Schule und Hochschule! Beteiligt euch am Jugendblock, denn nur eine organisierte Jugend kann ihre Interessen durchsetzen!


Unsere Solidarität gegen die Krisenverwalter

Regelmäßig gerät der Kapitalismus mit verheerenden Folgen in Krisen. Diese haben dann die einfachen Menschen und damit auch die arbeitende und lernende Jugend zu tragen. Dass Jugendzentren geschlossen werden während die Bundesregierung Milliardengelder für Rüstung und die Rettung von Banken ausgibt, zeigt dass Politik gegen unsere Interessen gemacht wird.
Hier in Hamburg wollen sich die Krisenverwalter treffen und ihr System erhalten, in dem wir alle brav für die Profite weniger arbeiten. Dabei geht es den politisch Verantwortlichen um die Abwälzung der Krisenlasten auf unsere Schultern. Für ihre Machtdemonstration muss Hamburg hunderte Millionen Euro bezahlen und sie versetzen die Stadt in einen Ausnahmezustand in dem unsere Grundrechte eingeschränkt werden.
Gegen Unsympathen wie Trump, Putin oder Erdogan, gegen eine EU der Banken und Konzerne an deren Außengrenzen Geflüchtete sterben, gegen die Kanzlerin Merkel der deutschen Monopole setzen wir unsere Solidarität.

Beteiligt euch am 1. Mai und im Sommer an den Protesten gegen die Politik der G20!


Für bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen

Ausbildung und Beschäftigung spielen eine zentrale Rolle in unserem Leben. Darum treten wir dafür ein, dass Bezahlung und Arbeitszeit auch ein gutes Leben zulassen.

Gerechte Bezahlung bedeutet für uns zuallererst die zahlreichen Ausnahmen des Mindestlohngesetzes abzuschaffen. Jugendliche unter 18, Auszubildende und dual Studierende müssen auch den Mindestlohn erhalten. Auch reichen 8,84€ nicht zum Leben. Daher fordern wir, auch als Schutz vor Altersarmut, eine sofortige Erhöhung auf mindestens 12,40€.

Weiterhin sind junge Menschen bereits zu Beginn des Arbeitslebens von Arbeitsverdichtung und Überstunden betroffen. Wir fordern eine Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich und ihre selbstbestimmte Gestaltung – um nebenher zu studieren, sich um die Familie zu kümmern, für gesellschaftliches Engagement oder einfach nur um die Freizeit zu genießen.

Aber wir fordern nicht einfach nur! Wir organisieren uns und kämpfen in Gewerkschaften, um arbeitsrechtliche Verbesserungen zu erreichen; und das gelingt uns auch! Der Tarifabschluss zwischen Bahn und der Gewerkschaft EVG zeigt, wo es hingehen muss. Mit diesem können die Beschäftigten ab 2018 wählen: Mehr Geld, mehr Urlaub oder weniger Arbeitszeit.
Aktuell organisieren sich auch die Auszubildenden im Friseurhandwerk in der Gewerkschaft ver.di, um gemeinsam ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern – damit es zukünftig heißt: Besser abschneiden! Organisiert euch! Support your local union.


Solidarität statt AfD

Das jetzige System bietet für die meisten Menschen keine Perspektive, weshalb viele nach einer Alternative suchen. Aber Parteien wie die AfD sind keine! Anstatt die anzugreifen, die wirklich vom Elend anderer profitieren, machen sie Migrant*innen und Geflüchtete zum Sündenbock und schüren Rassismus. Sie behaupten, dass Verbesserungen nur möglich seien, wenn Geflüchtete keinen Platz bekämen, denn die Geflüchteten lägen dem Steuerzahler auf der Tasche. Sie vertreten außerdem ein rückwärtsgewandtes Weltbild in Bezug auf die Rechte von Frauen sowie Homo-, Bi- und Transsexuellen.
Rassistische Parolen, die Verschärfung des Asylrechts und die Hetze gegen Frauen und LGBTQ haben nur einen Zweck: Unsere Gesellschaft zu spalten und im gemeinsamen Kampf zu schwächen. Denn genau im Zusammenschluss liegt unsere Stärke. Konkrete Verbesserungen unseres Lebens können nur erzielt werden, wenn wir gemeinsam für sie kämpfen!
Deswegen werdet aktiv: In Schule, Hochschule, im Betrieb, Stadtviertel und im September auch im Wahllokal!

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Die Aufrufe als PDF-Dateien: Erster Mai ist rot. Erster Mai bleibt rot. | Für bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen | Solidarität statt AfD