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Alternative Stadtrundfahrten

Abseits

Hamburger Fußball im Nationalsozialismus

Otto Fritz Harder und Asbjørn Halvorsen als HSV-Spieler

Wie sich die Wege von Mannschaftskameraden im Nationalsozialismus trennten, der eine zum Täter, der andere zum Opfer des Regimes wurde, zeigt das Beispiel von Otto Fritz Harder, genannt Tull (links im Bild), und des Norwegers Asbjørn Halvorsen, genannt Assi. In den 1920er Jahren spielten beide beim HSV, errangen gemeinsam mit ihrem Team zahlreiche Siege und Titel. 1933 ging Halvorsen in seine Heimat Norwegen zurück und wurde 1942 als KZ-Häftling nach Deutschland verschleppt. Harder hatte in der Zwischenzeit Karriere bei der SS gemacht und wurde Lager-Führer des KZ Ahlem.
Die Alternative Stadtrundfahrt beleuchtet neben dem HSV auch die Geschichte der Vereine Altona 93, ETV Hamburg, FC Victoria und FC St. Pauli.
So wurden beim FC St. Pauli ­jüdische Mitglieder ausgeschlossen und der »Kampf ums Dasein« zum Ziel des Vereins verklärt. In der Auseinandersetzung mit dem früheren Namen des Millerntor-Stadions entstand jedoch eine neue Fankultur – für Toleranz und gegen Rassismus.