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Alternative Stadtrundfahrten

Wilhelmsburg im Nationalsozialismus

Ein Stadtteilrundgang

Kundgebung im Jahr 1946

Wilhelmsburg, preußische Stadt südlich der Elbe, wurde 1927 mit Harburg verbunden. Aus der ehemals 4.000 Einwohner zählenden Inselgemeinde wurde somit die Großstadt Harburg-Wilhelmsburg mit etwa 110.000 Menschen. Diese wurde 1937 durch das Groß-Hamburg-Gesetz zu einem Teil der Freien und Hansestadt. Aufgrund der Hafennähe lebten in Wilhelmsburg überwiegend Arbeiterinnen und Arbeiter.

Der Alternative Stadtteilrundgang dreht sich um die Frage, wie sich die Wilhelmsburger Bevölkerung im Nationalsozialismus verhielt. Blieben die Mitglieder der Arbeiterbewegung ihren Idealen mehrheitlich treu oder folgten sie den Nationalsozialisten? Welche Formen des Widerstandes gab es, und was war charakteristisch für den südlichen Stadtteil Hamburgs?

Der Rundgang beginnt im Reiherstiegsviertel und widmet sich dem politischen Widerstand von SPD- und KPDlern, dem studentischen Widerstand von Teilen der Weißen Rose sowie der jüdischen Bevölkerung in Wilhelmsburg. Auch das Rathaus ist Teil der Route: Hier geht es um die Wilhelmsburger Reaktionen auf den 30. Januar 1933.