Headerbild

Alternative Stadtrundfahrten

Vom Tatort zur Gedenkstätte

Ein Rundgang durch die Gedenkstätte am Bullenhuser Damm

Rosengarten zur Erinnerung an die Opfer

Der Lungenfacharzt Dr. Kurt Heißmeyer aus dem Sanatorium Hohenlychen führte von Ende 1944 bis zum April 1945 im KZ verbrecherische TBC-Versuche an Menschen durch. Ungefähr 100 männliche Häftlinge und 20, extra für die Versuche aus dem KZ Auschwitz nach Neuengamme »überstellte« jüdische Kinder waren Opfer dieser Experimente.
Die Männer starben an den Versuchen oder wurden anschließend von der SS ermordet – nur ein Häftling überlebte.
Um die Menschenversuche vor der herannahenden britischen Armee zu vertuschen, wurden die zwanzig Kinder am 20. April 1945 in ein Außenlager des KZ Neuengamme - die ehemalige Schule Bullenhuser Damm - gebracht. Dort sind sie in der folgenden Nacht von der SS ermordet worden.
Nach einem einführenden Vortrag und einer Führung durch die Gedenkstätte wird über die menschenverachtenden theoretischen Hintergründe der Heißmeyer-Versuche, die Lebensschicksale der Erwachsenen und Kinder und der mangelnden juristischen Aufarbeitung berichtet.

------------------------------------------------

Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar 2009) berichteten Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk über die Alternative Stadtrundfahrt einer Hamburger Schulkasse zur Gedenkstätte am Bullenhuser Damm. Hören Sie dazu eine Reportage von Verena Herb.

------------------------------------------------