Heft 3+4-2017 , Rubrik Titelthema

Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung bei der UN

Programm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und des Deutschen Bundesjugendrings

Von Michael Scholl, Deutscher Bundesjugendring

Zwei junge Menschen aus Jugendverbänden tauchen regelmäßig ein in die Welt der Vereinten Nationen. Sie beraten mit tausenden Menschen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Regierungen über die Agenda 2030 und die Sustainable Development Goals. Als Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung schlagen die Brücke zwischen jungen Menschen in Deutschland und der Weltgemeinschaft. In New York mischen sie sich ein, machen Vorschläge, stellen Fragen und nehmen so Einfluss auf die Verhandlungen der Regierungen. In Deutschland sprechen sie mit jungen Menschen darüber, wie nachhaltige Entwicklung geht, was Regierungen an Rahmen setzen und wie jede/r selbst aktiv werden kann. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wählt der Deutsche Bundesjugendring zwei Jugenddelegierte aus. Sie vertreten junge Menschen aus Deutschland beim High-level Political Forum on Sustainable Development (HLPF). Die Jugenddelegierten sind Teil einer Delegation der Bundesregierung. Sie arbeiten während der Tage in New York eng mit dem BMUB zusammen. Zugleich formulieren sie mit Jugenddelegierten aus anderen Staaten Erwartungen an die Regierungen und die Vereinten Nationen – unabhängig von den Verhandlungen der Bundesregierung. Zur Vorbereitung auf das Hochrangige Forum sprechen die Jugenddelegierten mit Jugendlichen sowie mit Experten/innen für nachhaltige Entwicklung aus zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie bringen die Sicht junger Menschen bei Veranstaltungen ein, zu denen sie eingeladen werden. Sie organisieren Workshops und halten Vorträge – wenn die Zeit in Studium oder Beruf es zulässt. Wenn notwendig und sinnvoll, dann nehmen sie an internationalen Treffen anderer Jugenddelegierter oder Netzwerke teil. Jugenddelegierte übernehmen die ehrenamtliche Aufgabe für zwei Jahre. Die Berufung ist zeitversetzt. Jeweils ein Jahr arbeitet das Team zusammen, durch ein Reißverschluss-Prinzip kann Wissen übertragen und langfristig gesichert werden. Der DBJR unterstützt die Aktivitäten der Jugenddelegierten, flankiert durch eine Förderung des BMUB.

Das Programm. Beim Rio-Gipfel 1992 wurde zum ersten Mal Jugend als eigene Gruppe, die von Fragen der nachhaltigen Entwicklung besonders betroffen ist, anerkannt. Seit dem Weltgipfel in Johannesburg 2002 (»Rio+10«) entsenden der DBJR und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Jugenddelegierte zur UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung. Nach Rio+20 wurde die Kommission durch ein High Level Political Forum für Nachhaltige Entwicklung bei den Vereinten Nationen abgelöst. Die Jugenddelegierten nehmen daran teil. Außerdem setzten sie sich als Teil der Major Group on Children and Youth für die Interessen der jungen Generation ein.

Die Jugenddelegierten. Johannes Wagner wurde im Herbst 2016 für zwei Jahre als Jugenddelegierter ausgewählt. Er engagiert sich in der Jugend des Deutschen Alpenvereins. Sein Medizin-Studium absolviert er an der Universität Erlangen. Rebecca Freitag ist gerade erst Jugenddelegierte geworden. Sie engagiert sich in der BUNDjugend. An der Humboldt-Universität Berlin studiert sie Integrated Natural Ressource Management. Über ihre Arbeit berichten die Jugenddelegierten unter jugenddelegierte.dbjr.de

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Holt sie Euch!
Die beiden Jugenddelegierten diskutieren mit Euch gern über die UN und Nachhaltige Entwicklung – sowie über eure Ideen, Visionen, Wünsche und Forderungen. Im Rahmen eines Workshops können Rebecca Freitag und Johannes Wagner zudem mehr über Nachhaltige Entwicklung und die UN sowie über die Rolle junger Menschen in diesem Prozess berichten. Ihr wollt sie bei Euch haben? Einfach Kontakt aufnehmen und zu Euch vor Ort einladen!

Kontakt: jugenddelegierte@remove-this.dbjr.de
Info: jugenddelegierte.dbjr.de