Step by Step zum jugendgerechten Hamburg

Folgenreiche Abschlussveranstaltung des Landesjugendrings zum Projekt „Ich mache Politik“

Politik einmal ganz anders: Nicht von der Warte der Parteipolitik, sondern ausgehend von den Ideen, Wünschen, Utopien und auch Fragen junger Menschen. Sechs Politiker der Hamburgischen Bürgerschaft standen Rede und Antwort für rund zwei Dutzend Jugendliche bei der Abschlussveranstaltung zum Projekt „Ich mache Politik“ im CVJM-Saal an der Alster am 8. November. Das Bundesprojekt lief, in Hamburg organisiert vom Landesjugendring, mit mehreren Jugendverbänden über die Sommermonate. Bei der letzten Runde wurden nun die Ergebnisse der vorangegangenen Workshops gemeinsam diskutiert. Dabei versprachen die beteiligten Politiker sich für folgende Forderungen einzusetzen bzw. diese in die politische Debatte einzubringen:

Andreas Dressel (Fraktionsvorsitzender der SPD) übernimmt die Forderung: „Einführung eines Schultages, der dazu dienen soll, dass Schüler*innen soziale Projekte kennenlernen können.“ Er versprach, dazu weitergehende Gespärche mit Sozialsenatorin Leonhard und Schulsenator Rabe zu führen.

Karin Prien (u.a. schulpolitische Sprecherin der CDU) möchte die Forderung „Ein freier Nachmittag an Schulen“ Hamburg weiter voranbringen und wird sie zur Selbstbefassung in den Schulausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft einbringen.

Uwe Lohmann (jugendpolitischer Sprecher der SPD) will sich für den Punkt „Qualifikationen aus dem Ausland anerkennen“ einsetzen und kündigte dazu Gespräche mit dem arbeitspolitischen Sprecher der SPD und Senatorin Leonhard an.

Mehmet Yildiz (Die Linke; Fachsprecher für Kinder und Sport) wird sich für zwei Themen stark machen: „Freier Eintritt für Schüler und Auszubildende in Museen, Theater und Kulturveranstaltungen“ sowie „Armut junger Menschen bekämpfen“. Beide Forderungen will er in der Bürgerschaftsfraktion der Linken einbringen, um über entsprechende Haushaltsanträge der Linken in der Bürgerschaft zu beraten.

Daniel Oetzel (jugendpolitischer Sprecher der FDP) greift das Partizipationsthema auf: „Junge Menschen sind in alle bezirklichen Entscheidungen einzubeziehen, die sie betreffen“ – und möchte die Umsetzung des Beteiligungsparagraphen 33 des Bezirksverwaltungsgesetzes in der Bürgerschaft erneut debattieren.

Frank Schmitt (SPD; u.a. Mitglied im Ausschuss Familie, Kinder und Jugend) greift die Forderung auf: „Einrichtung von Kinder- und Jugendbüros in Hamburger Stadtteilen“. Zur Klärung von Notwendigkeit und Bedarfen kündigte er an, weitere Gespräche mit jungen Menschen führen zu wollen – zu den Fragen: Was müssten solche Büros bieten, um für junge Menschen attraktiv zu sein? Und wie könnten sie junge Menschen erreichen?
 
• Der Vorstand des Landesjugendrings kündigt an, den Fortgang dieser oben genannten Forderungen weiterhin zu betreuen, und wird sich zudem mit der jugendpolitischen Position „Mehr Mittel für die Jugendverbandsarbeit!“ in die aktuellen Haushaltsberatungen der Hamburgischen Bürgerschaft weiter einmischen.

 


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Im Rahmen des Projektes ich mache>Politik gefördert vom